
Im Januar 2004 führten die verzweigten Wege des Schicksals die Pfade von Michael, Gerd und Eric zusammen und dAVOS war geboren. Im November 2004 erschien die erste Veröffentlichung, die EP "What I Prefer". Das Debüt-Album und eine zweite EP sind bereits fest für 2005 eingeplant. Im Frühjahr wird es außerdem erste Konzerte der Band geben.
Den Namen dAVOS verbindet der deutschprachige Mitteleuropäer gemeinhin mit der hochgelegenen Ferien- und Kongressstadt in der Schweiz bzw mit dem dort beheimateten Eishockeyclub. Dass sich ausgerechnet eine Eletro-Pop-Formation aus Österreich diesen Namen zu Eigen gemacht hat, mag ebenso verwundern wie die Tatsache, dass aus Wien neben LAme Immortelle noch andere hörenswerte elektronische Musik stammt. Genau das aber beweisen dAVOS mit ihrer aktuellen Debüt-EP namens "What I Prefer".

Ein erfolgreich geplanter Zufall war die Basis des heutigen Lineups der drei Synthiepopper. Sänger Eric klärt auf: "Michael und Gerd waren Anfang 2004 in einer Wiener Karaokebar auf der Suche nach einem Sänger. Ich war zufällig auch dort, um den Song "Clocks" von Coldplay zu interpretieren. Direkt nach meinem Auftritt sprachen mich die beiden an, spielten mir noch vor Ort ihr Demomaterial vor und eine Woche später haben wir in unserer ersten Session bereits vier Lieder aufgenommen." Für die Findung eines passenden Bandnamens waren weniger inhaltliche als vielmehr klangliche Aspekte ausschlaggebend. Da er zudem prägnant und kurz sein sollte, fiel die Wahl auf dAVOS.
Den Stellenwert von dAVOS für Eric, Michael und Gerd unterstreicht die Tatsache, dass man sich schon bald entschloss, ausserhalb von Wien zusammenzuziehen und abzuschotten. Eric: "Radio oder TV beispielsweise würden uns nur ablenken. Durch die Ruhe, die wir hier geniessen, nimmt man die eigene Musik sehr viel intensiver wahr." Ein recht gewagter Schritt, gerade wenn man bedenkt, dass die drei Mittzwanziger in einem zukunftsrelevanten Lebensabschnitt stehen. "Stimmt", nickt Eric nachdenklich. "Durch Trauerfälle in unsererm Bekanntenkreis ist uns bewusst geworden, wie schnell alles vorbei sein kann. Deshalb nehmen wir uns die Zeit."

"What I Prefer" heisst das erste Ergebnis dieser Auszeit, das weniger durch Innovation als vielmehr durch drei melodische Songs und fünf gelungene Remixe überzeugt. Vor allem die Freunde der 80er dürften beim Hören der EP geschmeidige Ohren bekommen. Dennoch möchte Eric von einer direkten Beeinflussung nichts wissen: "Wir schätzen Bands wie Clock DVA, Ultravox oder The Cure, aber beeinflusst haben sie uns nicht. Wir machen unsere Musik selbst."
Auf einer für Sommer diesen Jahres geplanten weiteren EP soll die Zusammenarbeit mit Per Anders Kurenbach von Psyche, der auf "What I Prefer" für zwei Remixe verantwortlich war, ausgedehnt werden. Mit einem Album ist dann im Winter zu rechnen. Die Bitte nach einem Ausblick auf das neue Material erfüllt Eric kurz und knapp: "Neue CDs, neue Songs, gleich bleibende Qualität - das ist dAVOS".
Dieser Artikel von dAVOS wurde von Gregor Plum/ Sonic Seducer 05/05 verfasst!
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