And One Sextron Fulltime Show 2011 Hugenottenhalle Neu-Isenburg

Nach einer etwas stressigen Anreise ( Handy mit allen wichtigen Nummern vergessen,S-(tress)bahn fahren nach Hintertupfingen, eingesammelt werden und irgendeinen Riesenumweg-wegen-Baustelle-fahrenmüssen-um-auf-die-Autobahn-zu-kommen, jenseits nervige Parkplatzsuche in der Nähe der Hugenottenhalle mit einem Parkhaus, das viel zu klein ist für dieses riesige Einkaufszentrum mit anliegender Eventlocation, kamen wir dann endlich um 17:20 Uhr an. Ich war schon maximal angep***t, weil ich ja auch den Konzertbericht von Anfang an schreiben wollte und noch etwas „ankommen“ wollte mit dem üblichen Mädchengetue…alles anschauen…Toilette…Spiegelschaun…und natürlich was zu Trinken holen und dann ein schönes Plätzchen in der Halle suchen… und glücklicherweise hatte die angekündigte Band Minerve noch nicht begonnen.

Um 17:30 Uhr dann wurde es dunkel in der Halle und… „Confession“ von Distain!(???) begann… .

 Etwas irritiert und schon vorfreudig fragte ich meine Begleitung, ob er etwas von einer Änderung seitens des Line-Ups erfahren hätte, da ja ursprünglich Minerve auf der Bühne hätten stehen sollen. Nachdem ich noch nie Distain! live geshen hatte, war das für mich eine Riesenüberraschung, welche für mich natürlich ein super Einstieg in den Abend war. Mit „Why“ vom aktuellen „on/off“ Album ging es dann weiter und das Publikum in der vorerst spärlich gefüllten Halle reagierte noch etwas verhalten auf die Animationsversuche von Sänger Alexander, applaudierte und jubelte jedoch nach jedem Song. Das vorletzte Lied war „Sex’n’Cross“ und nach dem nächsten Song verabschiedeten sich Distain! Mit den Worten: „Das war unser letztes Lied, viel Spaß euch noch heute Abend!“ und trotz „Zugabe-Rufen verließ die Band um 17:55 Uhr die Bühne.

Kurz wurde es wieder hell im Saal, Getränke wurden geholt und so langsam wurde es im Zuschauerraum voller. Fünf nach sechs wurde dann wieder das Licht abgedunkelt und ein Intro begann. De/Vision betraten die Bühne und sofort war Stimmung da, und es wurde seitens der Publikums sofort mitgeklatscht, was dazu führte -um das mal vorweg zu nehmen- dass Steffen an diesem Abend das Auditorium „nur“ dreimal fragte: „Wo sind eure Hände“, was bei anderen Konzerten schon auch öfters passierte und –mich persönlich- schon öfters dazu verleitet hatte, doch einmal große Papphände mit der Aufschrift “HIER“ mitzunehmen und dann nach Aufforderung entweder hochzuhalten oder auf die Bühne zu werfen… .

Mit : “Einen wunderbaren Abend, ihr alten Hesseköpp, ich seh schon, ihr seid gut drauf!“ begrüßte Sänger Steffen die Gäste und mit einem lauten Applaus begann „Try To Forget“ . Gleich beim ersten Refrain ließ er das Publikum singen und hielt sich zurück, und alle brachen in einem lauten Jubelgeschrei aus. Mit „Ready To Die“ „What Love Is All About“ und „I Regret“ ging es mit einem äußerst gut gelaunten Publikum und entsprechend gelaunter Band weiter. „Rage“ dann war mein persönliches Highlight, wo ich dann selbst lauthals mitgesungen habe. „Time To Be Alive“ und „Flavour Of The Week“ waren die vorerst letzten Stücke und Steffen und Thomas verließen unter großem Beifall die Bühne um dann nach noch lauteren „Zugabe-Rufen“  den Schauplatz mit der Ansage :“Wir Hesse müssen doch zusammenhalten“ zu betreten.“ Und das singen wir gemeinsam!“ und „Your Hands On My Skin“ fing an, und natürlich haben alle Zuhörer wie aufgefordert mitgesungen und ein wunderbares, wenn auch kurzes De/Vision Auftritt endete mit einem großen Applaus.

Ein weiteres Highlight sollte Camouflage werden, laut And One eine der Bands, die auch sie inspiriert haben. Um 19:05 Uhr begann ihr Set mit „Suspicious Love“ und Sänger Marcus Meyn legte sogleich ein „Dave Dancing hin“ .das Publikum reagierte mit lautem Gejohle und Marcus begrüßte seine Gäste: „Einen wunderschönen guten Abend, wir sind Camouflage! Wir machen gerade ein neues Album und der nächste Titel ist ein Song daraus!“ Der neue Song „Mistery“ wurde von den Anwesenden eher zurückhaltend angenommen, dafür war „Neighbours" ein absolutes Highlight, welches leider oft untergeht, aber ein wunderbarer Track ist. Markus war an diesem Abend sehr kommunikativ und lobte die Hörerschaft: „Die Hessen sind spitze, oder? Hessen rules!“ . „I Can’t Feel You“ und „We Are Lovers“ und “Dreaming” heizten das Publikum weiter ein und auf die Frage, woher die meisten jetzt kämen, ob aus Frankfurt oder Neu Isenburg, bekam er ein wildes Durcheinander an Antworten, sodaß er erwiderte:“ Egal wo ihr herkommt, habt Spaß!“ Kurz stellte er noch die anderen Bandmitglieder vor und dann begann „Confusion“, wo wieder alle laut mitsangen. „Me And You“ war ein weiterer Hit und danach fragte er „Wollt ihr tanzen?“ und Love is a Shield“ begann. Sofort sangen alle von Anfang an mit und die Stimmung war total spannungsgeladen. „Das trägt jeder von uns in sich“ und der nächste neue Song „Shine“ wurde vorgestellt. Den krönenden Abschluß bildete dann ihr Überhit „The Great Commandment“ und alle im Saal Anwesenden waren bestens vorbereiten auf den Headliner des Abends: AND ONE!

Schnell wurde in der letzten Pause des Abends alles Nötige noch erledigt, vom Rauchen über Getränke oder Merch holen, bis dann endlich um 20:30 Uhr das Intro begann und AND ONE den Schauplatz des Geschehens betraten. Mit „Technoman“ wurde allen gleich richtig eingeheizt und Steve meinte nur “das ist besser als im Batschkapp, oder?“, was mit einem lauten Geschrei bejaht wurde. „Love and Fingers“ und „Love You To The End“ „The Walk“ und “Shining Star” waren die nächsten Tracks, bevor Steve das nächste Lied ankündigte: „ Das nächste Lied liegt mir besonders am Herzen, und "Sometimes“ wurde eingestimmt. Danach folgte „Seven“. Das Publikum war schon maximal gut gelaunt und ging so gut mit, daß keiner sich dem entreißen konnte. „Der nächste Song is neu und er heißt „Wounds“ und ist auf dem neuen Album. Gleich danach kam noch „Memory“ welches auch auf dem neuen Album vertreten sein wird. Dann trat Joke Jay vor und „High“ begann. Gleich danach ging es mit „Traumfrau“ unter großem Jubel weiter und „Electrolution“ war ( für mich persönlich) eher unnötig, wobei es dann mit „Panzermensch“ und „The Aim Is In Your Hand“ mit Joke Jay als Verstärkung weiterging. Nach „Schwarz“ meinte Steve dann: „Bis gerade war es eher ruhiger, jetzt beginnt die Party!“ und alle in der Halle tobten. „Für", das habe ich geschrieben, als ich sieben Jahre alt war, also vor zwanzig Jahren…“ . Die Gäste waren nicht mehr zu halten und die Atmosphäre war so überirdisch gut, vor allem, als „Zerstörer“ und „Metalhammer“ performt wurde. Ein kurzes Aufbäumen gab es für die Älteren im Publikum, als Steve fragte, wer das Dorian Gray noch kenne, und eben diese dafür laut jubelten.

Weiter im Programm ging es mit „Recover You“ und „Get You Closer“, währendessen drehte Steve Naghavi seinen Hintern ins Publikum und wackelte ein bischen, was für laute Jubelschreie der weiblichen Gäste sorgte. „Der nächste Song ist der letzte für heute Abend“ erwähnte Steve und „Playing Dead“ begann. Die Stimmung wurde etwas ruhiger und während das Lied ausklang verließen And One um 21:55 Uhr mit den Worten: „Wir sind And One aus Berlin!“ die Bühne. Natürlich begannen sofort die Zugabe-Rufe und kurze Zeit später betrat die Band die Szenerie, Steve sagte: „Guten Tag, ich bin Steve Naghavi erst aus Berlin, dann aus Hamburg, jetzt wieder Berlin und bald aus Frankfurt!“ und alle Gäste im Raum schrien begeistert. Zwischenrein startete Steve den Aufruf, dass jemand von der Crew den Autoschlüssel verloren hätte, und forderte das Publikum auf, diesen zu suchen.

Die erste Zugabe war „Timekiller“, danach folgte „Military Fashion Show“ und wieder ließ es Steve nicht nehmen, ein formvollendetes Dave-Dancing aufs Parkett zu legen. Mit „Bodynerv“ und „Krieger“ wo „Sweet Dreams“ von Eurythmics mit eingebaut wurde, ging der wunderbare Abend weiter. Nicht fehlen durfte auch „Speicherbar“ und„Wasted“- diesmal mit „Personal Jesus“ von Depeche Mode- und wieder verließen And One nach 35 min die Bühne, um abermals von den Gästen zu einer weiteren Zugabenrunde herausgerufen zu werden, welche mit „So klingt Liebe“ begann. Das wirklich letzte Lied des Abends wurde folgendermassen angekündigt: „Ohne Depeche Mode kein And One!“ und wie hätte der Abend besser enden können als mit „Enjoy The Silence“. „Lasst uns feiern was wir lieben!“ rief Steve ins Publikum und alle sangen vom ersten Ton an mit.

 

Fazit: Dafür, dass ich überhaupt nicht auf das Konzert gehen wollte, weil ich schon so viele And One Konzerte gesehen hatte, wie auch schon Camouflage und De/Vision, war ich wirklich glücklich drüber, dass ein guter Freund mich gefragt hatte, ob wir zusammen hingehen. Allein die Tatsache, dass Distain! überraschenderweise auf der Bühne waren, war schon toll, aber auch De/Vision waren an diesem Abend Top und Camouflage sowieso. Und auch And One haben in gewohnter Weise eine super Show abgeliefert! Und Leute, falls ihr es noch nicht geschafft habt, ein Konzert dieser Tour anzuschauen, dann habt ihr noch eine Möglichkeit, und zwar am 3.12.2011 in Peine! (Wo verdammt noch mal ist Peine?…)

 Bilder sind von Sven, Bericht von Blaues

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LG Dave

Wo ist Peine?

.. i.d. Nähe v. Wolfsburg / Braunschweig / Hannover. :-)

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