Frozen Plasma & Psyche (WGT Leipzig, 31.05.09)

31.05.09, Leipzig, Kohlrabizirkus

Nach dem Auftritt der "Fading Colours aus Polen war am Pfingstsonntag der von den Fans ersehnte Auftritt von "Frozen Plasma" im Kohlrabizirkus fällig. Ehe Felix und Vasi jedoch die Bühne betraten, wurde in der aufwendigen DVD Screeming Show zu Konzertbeginn pünktlich um 18 Uhr 35 ein Rückblick der Frozen-Plasma-WGT-Auftritte der letzten Jahre in Bilder und Video snippets gezeigt und musikalisch sphärisch untermalt. Am Ende stand "WGT 2009" auf den zwei (Frozen) Plasmabildschirmen und der überdimensionalen Videoleinwand.....

Unter dem Jubel der Fans erklamm Vasi dann seinen Hügel und startete den Klassiker "Irony" gleich zu Beginn. Ein sichtlich gut aufgelegter Felix Marc sprintete ans Mikro und die Party konnte beginnen. Es folgten einige Hits des brandneuen Albums zu einer eindruckvollen Performance. "Speed of Life" wurde auf der Leinwand von einem Kurzfilm untermalt, in welchem während des Sprunges eines Mannes in die Tiefe dessen Leben in Sequenzen vorüberzieht. Während Vasi eher konzentriert, aber locker die Maschinen bediente, fegte Felix über die Bretter und animierte stets das Publikum zum Mitmachen: "Habt ihr noch Spaß ?" . Felix hatte ihn und entledigte sich seines Shirts und präsentierte seinen doch recht ansehlichen blanken Rücken, welcher das FP-Logo zierte. Nach dem obligatorischen "Warmongers" tanzten Frozen Plasma nicht nur mit ihren Fans die Revolution, sonden mit zwei jungen Models, welche die Cybergoth-Klischees erfüllten und dazu hüpften. Ernst oder Irony ? Das bleibt wohl Frozen Plasmas Geheimnis...

Jedenfaslls ein spektakulärer und perfekter Gig des Duos, bei welchem mich das Gefühl umschleicht, dass dies trotz der stetig steigenden Fanschar noch längst nicht das Ende der Fahnenstange ist. Und schliesslich hatte die Szene seit Wolfsheim kein Synthieduo mehr, welches annährend erfolgreich war - und auch das Potential dazu hat. Es ist "Zeit für eine Rebellion"...

Setlist :
  1. Irony
  2. Earthling
  3. Murderous Trap
  4. Speed of Life
  5. Hypnocrite
  6. Phoenix
  7. Warmongers
  8. Tanz die Revolution

Nach einer kurzen Umbaupause betraten Psyche, die Band um den sagenumworbenen Darrin Huss die Bühne.

Huss präsentierte sich für sein Alter erstaunlich elanvoll und spritzig, untermalte die Instrumentals immer wieder mit exzentrischen Tanzeinlagen und Gestiken, ohne affig zu wirken. Sehr zur Freude der Fans spielten Psyche viele Klassiker, so z.B. "Sanctuary", "15 Minutes", "Disorder" oder "Eternal".

Zweimal griff Darrin Huss zu seiner kleinen Digicam und schoß Bilder vom Publikum. Seine Ansagen präsentierte der Wahldeutsche aus Kanada in seiner gewohnt sympathischen Art und wechselte hierbei zwischen deutscher und englischer Sprache.

Die Begleitband funktionierte wie ein Uhrwerk, gelegentlich gab es jedoch soundtechnische Probleme in Form eines „Brummtones“ durch die Boxen, was wohl daran lag, dass Darrin zwischen mehreren auf der Bühne stehenden Mikrophonen wechselte. Gänsehaut erzeugten jedoch immer wieder Huss’ langanhaltende Töne beim Gesang.

Traditionell kam der vom Publikum immer wieder geforderte Klassiker und Q-Lazzarus - Coversong „Good Bye Horses“ als letztes Stück, ehe ein sichtlich glücklicher Darrin Huss samt Band die Bühne für „Solitary Experience“ frei machte.

 

(c) DJ Jolly

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