Stimmen bleiben stumm

Tonträgerinfos
Künstler: 
P24
Cover: 
Art der Veröffentlichung: 
CD
Label/Publisher: 
Phobotaxis Media (Nova)

Wem die Band D-PRESSIV etwas sagt, der kennt evtl. auch Rico Piller, der unter seinem Solo-Projekt P24 nun den zweiten Longplayer veröffentlicht und sich selber als Elektropop einstuft. Er macht es einem nicht so einfach gradlinig zuzustimmen, besonders weil der erste Song schon an alte SVEN VÄTH Zeiten mit dem Projekt OFF erinnert. Wenigstens bleibt der minimale knarzende Elektropop Stil im Großen und Ganzen erhalten, aber ab „Zu weit weg“ geht er mehr in Richtung Synthpop und erinnert sich der guten alten Popgeschichte, irgendwo zwischen WOLFSHEIM und AND ONE. Nachdem er sich bei „Haferschleim und Müslibrei“ tierisch in seinen gesanglichen Künsten verschätzt hat, wir alles ruhiger und ausgewogener, im Midtempo Bereich werden die kommenden Songs gut inszeniert und man hört die beiden oben genannten Vergleiche ständig heraus, wobei es wahrlich gut gelungen ist, denn das gelingt nicht vielen. Der Typus vom Album „Stimmen bleiben stumm“ gefällt mir sogar sehr gut, leider besitzt es einige sehr flache Stücke die einen zum gähnen zwingen und als Sänger gewinnt er bestimmt keine Preis (wobei ich die Stimme als prägnant halte, erinnert ein wenig an Bela B). Hauptsächlich besitzen seine kleinen Meisterwerke aber meistens sogar einen Ohrwurmcharakter, besonders „Zu weit weg“ möchte ich besonders hervorheben, und so fühle ich mich etwas hin und hergerissen. Es war eine relativ knappe Entscheidung, aber die helle Seite der Macht hat mich gewonnen und so nehme ich die negativen Punkte mit einem Augenzwinkern hin und genieße dieses gute Album mit hoher Freude. (8)http://www.p24-project.de

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