Nach dem tollen Album Implantology kommt auch noch eine EP auf den Markt. Der Titelsong „Violence“ war schon auf dem Album, jedoch diesmal hat man die Sängerin von ANGELSPIT rangelassen, und schon beim Studio-X Remix macht sich die Kombination bezahlt, denn einen härteren Clubtrack kann man sich schier nicht vorstellen, brachial bis in die letzte Pore. Der Mizuh Remix scheint sich schon fast ein Duell mit dem Ersten zu führen, man holzt im Hardstyle als würde es kein Morgen geben, wobei er eine fast unbegreifliche Vielfalt an den Tag legt, eine Berg- und Talfahrt der Variationen, es ist schon fast unmenschlich, so was habe ich eigentlich noch nicht erlebt. Die anderen Remix sind auch nur auf „Hart und Schnell“ ausgelegt, kein Diskogänger wird an diesen Killerbeats vorbei kommen! „Nothing left to kill“ ist einer von drei neuen Songs und zeigt nochmal gleich die Qualitäten der Band, es zerrt und beißt, als würde es PRODIGY nicht mehr geben, nur der Beat von normaler 4/4 Natur. Der Song „I Feel“ geht eher in Richtung Industrial-TripHop, „On Hands And Knees“ ist leider eine milde Elektronummer. Besonderes Augenmerk will ich auch noch auf die Rebuilt-Version des Songs „Out with the old/in with the new“ der Band ERECTOR, ich mochte die Eigenart des Songs schon im Original, aber es war eine Offenbarung was man daraus bastelte! Egal was ich mir anhörte, die 12 Stücke waren immer wieder eine Genuss der besonderen Art, diese EP ist Bereicherung für den Liebhaber der elektronischen Musik, man muss es aber hart mögen. Dies ist ein uneingeschränkte Kaufempfehlung, sogar die Cybergoths müssten Ihre wahre Freude daran finden, ohne die EBMer zu vergrätzen. (10)